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  1. vergessen?

Umsetzung schlanker Demontage- und Reparaturprozesse im Zuge einer SAP S/4Hana© Neueinführung

Die Neueinführung von SAP© ist für mittelständische Unternehmen immer eine große Herausforderung. In der Regel haben diese Unternehmen maßgeschneiderte, individualprogrammierte ERP Systeme im Einsatz, die im Laufe der Zeit auf die Bedürfnisse der Anwender passgenau zugeschnitten wurden. Mit Einführung eines neuen ERP-Systems werden die Anwender mit standardisierten Prozessabläufen konfrontiert, die durchaus das gewohnte Maß an Komfort vermissen lassen. Eine individuelle Anapassung des SAP sprengt schnell den finanziellen Rahmen und verzögert ggf. nicht unerheblich das Einführungsprojekt.

  

Bei der Neueinführung von SAP S/4Hana© kommen weitere Herausforderungen dazu. SAP S/4Hana© ist noch nicht weit verbreitet, beinhaltet neue Technologien und Funktionen mit hervorragenden Möglichkeiten. Gleichzeitig wurden aber etablierte Funktionsumfänge verändert, innerhalb von Modulen verschoben oder sind ganz verschwunden. Das kann dazu führen, dass etablierte Standardprozesse in der für den Implementierungspartner gewohnten Art und Weise nicht oder anders funktionieren. Ein Prozess, der mit jedem Release fortschreitet, da SAP© nach unserer Einschätzung von der transaktionalen zu einer rollen- bzw. funktionsbasierenden Vorgehensweise übergehen wird – und sich somit prozessorientierter aufstellt.

  

Ein gutes Beispiel für diesen Sachverhalt ist die Abbildung des Reparaturprozesses mit Demontage von Bauteilen bzw. die Planung und Steuerung dieser Demontageprozesse. Service und Reparaturprozesse sind im Maschinen- und Anlagenbau eigentlich Standard, dennoch ist die Unterstützung aus unserer Erfahrung in den ERP Systemen bisher eher dürftig. Das hierfür in SAP ECC© vorgesehene Modul Customer Service (SAP CS©) fokussiert sich auf eine effiziente Reklamationsabwicklung und Kostenerfassung. Das möglicherweise geeignete Modul SAP PP© (Production Planning) oder auch das mittlerweile in S/4Hana integrierte PP/DS© (Production Planning & Detailed Scheduling) kennt aber die Objekte aus dem Servicemodul nicht. Zudem ist die Modulentwicklung SAP S/4Hana© im Umfeld der Serviceprozesse aktuell schwierig einzuschätzen.

 

Gemeinsam mit unserem Kunden haben wir eine effiziente Lösung unter Nutzung standardisierter SAP© Prozesse konzipiert. Demontage kann im Grund als umgekehrter Herstellungsprozess gesehen werden. Die Abbildung dieses Prozesses in SAP© kann mit einer geeigneten Mischung aus standardisierten SAP© Prozessen und modernen Verfahren der Fertigung- und Logistiksteuerung realisiert werden. In der konzipierten Lösung haben wir die Demontage über SAP HUM (Handling Unit Management) abgebildet. Die Verwaltung der Handling Units erfolgt im SAP EWM© (Extended Warehouse Management) und schafft damit die notwendige Transparenz über den Materialfluss. Die Steuerung des Materialflusses folgt, einmal freigegeben, einem Push- & Pull Prinzip mit Unterstützung eines visuellen Leit-Managements. Die Planung wird mit Hilfe des Fertigungsinformationssystems in SAP nach einem adaptierten Prinzip der BOA (Belastungsorientierte Auftragsfreigabe vgl. Wiendahl 1987, 1991, 1997) vorgenommen.

 

Die Lösung beruht also auf der Vermischung moderner Prinzipien der Fertigungsablaufsteuerung mit effizienten Verwaltungsprozessen in SAP©. Da ein Demontage-/ Reparaturprozess in der Regel ungeplant ist und die Demontageabläufe auch nicht immer geplant werden können, eignet sich dieses Konstrukt hervorragend. Einziger Wermutstropfen: Sie sollten im Besitz eines WMS (Warehousemanagementsystems) sein, im SAP© Standard mittels SAP IM© (Inventory Management) lässt sich das unserer Erfahrung nach nicht abbilden. Aber wir lassen uns auch hier gerne herausfordern.

   

Die vorgestellte Lösung wurde im Zuge des admoVa Projektauftrages „Projektmanagement SAP Einführung inkl. Prozessengineering“ von unseren Supply Chain Prozess Experten gemeinsam mit unserem Kunden konzipiert und in einer SAP Sandbox verprobt. Die vollständige technische Integration der Lösung wurde dann auf dieser Basis von dem SAP Implementierungspartner im Zuge des Einführungsprojektes umgesetzt. „Die Lösung zeigt uns, wie wichtig das Vordenken von Lösungen und Umsetzungswegen geworden ist. Schnelle Aussagen der IT Implementierungspartner, wie „nicht im Standard lösbar“ bzw. „das muss programmiert werden“, werden durch unsere SC und Logistikexperten zunehmend hart und erfolgreich hinterfragt. Das hierzu erforderliche tiefe Verständnis der SAP© Prozesse bringen unsere Experten natürlich mit.“, erläutert Dr. Jens Rittscher von der admoVa Consulting.

    

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Ihr Ansprechpartner bei admoVa: Dr. Jens Rittscher

Jens.Rittscher@admova.com

    

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admoVa Consulting (www.admova.com) ist eine unabhängige Beratungsfirma mit Schwerpunkt Produktion und Logistik. admoVa steht für „adding more Value“. admoVa bietet seinen Kunden einen praxiserprobten Unterstützungs- und Beratungsansatz, der in zahlreichen Projekten in Industrie und produktionsnahen Dienstleistungen erfolgreich angewendet worden ist. Ziel von admoVa ist es, Mehrwerte durch logistische Kompetenz zu schaffen (adding more Value). Die Beratungskompetenz von admoVa beruht auf der langjährigen Erfahrung unserer Berater in den Zielbranchen. Hierzu gehören Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Gebrauchsgüterindustrie, Medizintechnik- und Pharmaindustrie, Stahlindustrie sowie produktionsnahe Dienstleistungen.

    

    

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