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  1. vergessen?

Keine Frage der Konjunktur

Ist die Wirtschaftslage gut, fehlt in der Regel die Zeit. Ist sie schlecht, fehlt oft das Geld. Wie unabhängig davon seine Leistung optimieren?

 

 

Trotz konjunkturell schwieriger Lage hatten die Wildauer Schmiedewerke (WSW) beschlossen, die Krise am Absatzmarkt als Chance zu nutzen – und das Projekt ProWiS ins Leben zu rufen. ProWiS steht für das Ziel, in allen Unternehmensbereichen die Produktivität nachhaltig zu steigern: von der Produktion bis in die Administration.

 

Mitte 2010 hatten die WSWGeschäftsführer Alexis Bömcke und Mark Martin dem ProWiSProjektteam grünes Licht gegeben. „Das Projekt“, so Alexis Bömcke, „war von Anfang an als strategische Investition auf die Zukunft ausgerichtet. Es war damit ein wesentlicher Beitrag, Leistungsfähigkeit und Ertragskraft des Unternehmens sicherzustellen.“

 

ProWis wurde in allen Bereichen wirksam, die an der Kundenauftragsabwicklung beteiligt sind: vom Einkauf über die Disposition bis hin zur Produktion. „Dabei konnten wir viele Verbesserungen erreichen“, resümiert Frank Ledderbohm, verantwortlicher Produktionsleiter in Wildau.

  

Schon kurz nach dem Projektstart hatte man das eher kaufmännisch ausgerichtete Controlling um wichtige logistische Aspekte ergänzt  (Stichwort: Logistikcontrolling).

 

Über diesen Ansatz war die WSW in der Lage, die aktuelle Situation gemeinsam mit den Meistern in der Produktion zu diskutieren. Dies geschah anhand der neuen Kennzahlen auf einer völlig neuen – auf Fakten basierenden – Grundlage.

 

Ein weiterer Aspekt erwies sich ebenfalls als problematisch: die Abbildung der Produktionsaufträge in SAP – und damit die Planung und Steuerung der Kundenaufträge. Sie musste um eine weitere Betrachtungsstufe ergänzt werden: die Nacharbeit.

 

Weshalb, erläutert Dirk Martin, Leiter Auftragsabwicklung in Wildau: „Wir hatten die Nacharbeit bislang natürlich ebenfalls in der Kapazitätsplanung berücksichtigt. Allerdings war sie nicht als Fertigungsauftrag erkennbar – und somit aus Sicht des Auftragszentrums nicht steuerbar. Dadurch konnte sie aus den Durchlaufzeiten kaum herausgerechnet werden.“

 

Dieses Manko wurde mithilfe einer anderen Technik ebenfalls erkennbar: der Wertstrom-Methodik. Mit ihr kann man Planungsund Informationsprozesse und den Materialfluss visualisieren. Nachdem das Problem offenlag, konnte man entsprechende Soll-Wertstrom-Diagramme ableiten. Deren Auswertung ergab: Das Auftragszentrum musste unbedingt SAP-Prozesse und Organisation verändern, um die von den Kunden geforderte Flexibilität und Terminstabilität besser einzulösen.

 

Auch in der Produktion hat sich ProWiS ausgezahlt. Ziel war dort, den Anteil der Nacharbeit zu minimieren. Also hat man jene Materialien identifiziert, bei denen es immer wieder zu Problemen gekommen war. Für diese Probleme hat das Projektteam Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet. Sie werden derzeit von der Belegschaft umgesetzt, wobei für jede Maßnahme gemessen werden muss, wie nachhaltig der Erfolg ist.

 

Unterstützt wurde das Team von der Unternehmensberatung admoVa Consulting. „Wir haben der Geschäftsführung empfohlen, dass die Projektdurchführung weitestgehend durch das Team in Wildau erfolgen muss, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sicherzustellen“, so Jens Rittscher (Partner bei admoVa). Frank Ledderbohm: „Aus WSW-Sicht war es ein voller Erfolg, admoVa als Sparringspartner, Moderator und fachlichen Richtungsgeber einzusetzen.“ 

  

Anfangs hatte die Belegschaft das Projekt mit Skepsis betrachtet. Inzwischen verbreitet es positive Signalwirkung. Derzeit werden alle Ideen, Methoden und Maßnahmen des Projektes im Wildauer Produktionssystem (WiPS) gebündelt, das gemeinsam im Team entwickelt wird. Die WSW-Mitarbeiter haben die große Chance also erkannt und genutzt.

 

Quelle: glueckauf-1-2011 [2.56 mb]

 

ProWis: ProWiS steht für das Ziel einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung in allen Bereichen der Wildauer Schmiedewerke – von der Produktion bis in die Administration.

 

 

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Dr. Jens Rittscher

 

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